Das Rentenmodell der katholischen Verbände

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26.04.2018

SPD zeigt weiterhin Interesse am Cappuccino-Modell

Das solidarische Rentenmodell der katholischen Verbände findet auch nach der Bundestagswahl Beachtung bei den Sozialdemokraten. In Düsseldorf trafen sich Vertreter von drei katholischen Sozialverbänden mit dem rentenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion zum Gedankenaustausch.

Ralf Kapschack, Mitglied im Bundestagsausschusses Arbeit und Soziales, zeigte sich im Gespräch mit KAB-Bundesvorsitzendem Andreas Luttmer-Bensmann, der rentenpolitischen Sprecherin der KAB, Lucia Schneiders-Adams sowie Kolping-Sozialexperte Oskar Oberowski und kfd-Rentenexpertin Dr. Heide Mertens interessiert an dem Modell der solidarischen Alterssicherung.

Bereits im Bundestagswahlkampf hatte die KAB unter dem Motto "Sie planen deine Altersarmut" das Cappuccino-Modell zur Diskussion auf vielen Veranstalungen mit den großen Parteien gestellt. Die SPD hatte im Wahlkampf versprochen um Altersarmut zu verhindern, eine Solidarrente einzuführen, die für Versicherte  mit 35 Jahren oder mehr Beitragszeiten und Zeiten für Kindererziehung und Pflege eine Rente garantieren soll, die zehn Prozent über der Grundsicherung am jeweiligen Wohnort liegen soll.

Die von der SPD favorisierten zwei Haltelinien beim Beitragssatz (nicht über 22 Prozent) und dem Rentenniveau (48 Prozent) bis 2025 konnten in den Koalitionsvertrag einfließen. Darüber hinaus will die Koalition für Mütter mit drei oder mehr Kindern pro Kind einen dritten Rentenpunkt einführen. Doch dafür ist die Finanzierung noch nicht gesichert.

Die Vertreter*innen stellten das solidarische Rentenmodell der katholischen Verbände ausführlich dem SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis vor und wiesen auch auf die Finanzierbarkeit hin. Hier sieht dennoch der SPD-Bundestagsabgeordnete, der das Renten-Modell als sehr interessant einstufte, für die Zukunft noch Klärungsbedarf.